„Step by step“ – Review zu einem kooperativen Online-Kurs

Im 2. Semester des Masterstudienlehrgangs Angewandtes Wissensmanagement an der FH Burgenland hatten wir ein kooperatives Online-Seminar unter der Leitung von Robert Schrenk und Stefan Schmid.

Die Ziele des Seminars waren:

  • Fachwissen zum Thema eLearning zu erwerben,
  • aktuelle Trends und Aktivitäten eines LMS kennenlernen,
  • einen eigenen Online-Kurs planen und umsetzen
  • einzelne Teile davon zu erproben und
  • einen Erfahrungsbericht zu bloggen.

Aller Anfang ist schwer

Da ich vor dem Studium wenig mit eLearning und online Kursen zu tun hatte, gab es am Beginn jede Menge Fragen für mich:

  • Was ist ein kooperativer Online-Kurs?
  • Was ist eine eTivity?
  • Wer ist Gilly Salmon?
  • Was sind Moodle Aktivitäten?

Step by step

Stefan Schmid als E-Moderator führte uns in Anlehnung an das 5 Stufen Modell von Gilly Salmon gekonnt durch den Kurs – von der Instruktion zur Konstruktion. Schritt für Schritt steigerten wir unser Fachwissen, lernten es anzuwenden und reflektierten durch gegenseitigen Austausch unseren Lernzuwachs.

Die verschiedenen Stufen im Überblick:

Quelle: https://www.ifv-nrw.de/medienentwicklung/lernarrangements/aktives-online-lernen-5-stufen-modell-salmon

Moodle ist …

… ein freies Kursmanagementsystem und eine Lernplattform. Die Software bietet die Möglichkeiten zur Unterstützung kooperativer Lehr- und Lernmethoden.

Über 80 Millionen Menschen weltweit verwenden oder verwendeten bereits das LCMS (Learning Content Management System) Moodle. (vgl. https://moodle.net/stats/)

Grund genug sich als angehende Wissensmanager/in mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Sehr hilfreich dabei war der Austausch mit meinen Studienkolleginnen und –kollegen und moodledocs, eine Lernplattform, die genaue Anleitungen zur Erstellung und Verwaltung eines Moodle Kurses gibt.

Flipped Classroom

In Gruppenarbeit erstellten wir mit Hilfe von Moodle unseren eigenen kooperativen Online-Kurs zum Thema Flipped Classroom.

Das Ziel unseres Kurses ist, die Unterrichtsmethode Flipped Classroom kennenzulernen und auszuprobieren.

Video zu Flipped Classroom

Zuerst mussten wir uns einmal selbst zum Inhalt unseres Kurses schlau machen. Deshalb recherchierten wir im Internet und besuchten eLectures der virtuellen PH. Gleichzeitig lernten wir durch gegenseitiges Vorstellen verschiedener Moodle Aktivitäten, wozu und wie diese angewendet werden. Anschließend erstellten wir ein Konzept und setzten dieses dann um. Wir entschieden uns für ein Wochenformat, fügten Arbeitsmaterialien und Lernaktivitäten hinzu und machten uns Gedanken zu möglichst verständlichen Formulierungen der eTivities. Dabei gingen wir nach dem Stufen Modell von G. Salmon vor und achteten auf die pädagogischen Qualitätskriterien für moderierte Online-Kurse.

Lessons Learned

Mein Workload zu Beginn des Seminars war ziemlich hoch, weil ich mir viel Fachwissen erst aneignen musste. Die gründliche Auseinandersetzung zu Beginn machte sich dann aber bei der Umsetzung des Kurses – diese ging relativ schnell vonstatten und war einfacher als ich anfangs dachte – bezahlt. Meine Erkenntnis ist daher, dass theoretisches Hintergrundwissen und ein gutes Konzept bei der Erstellung eines Kurses wichtige Voraussetzungen sind.

Die Abstimmung mit der Gruppe erforderte zwar auf den ersten Blick einen Mehraufwand, steigert aber durch den Austausch den Lernzuwachs mehr, als wenn ich mich alleine mit dem Thema beschäftigt hätte.

Ein neuer Aspekt für mich war Gilly Salmon´s Konzept der E-Moderation, um einen kooperativen Online-Kurs erfolgreich zu begleiten und zu unterstützen. Als Lehrerin finde ich diesen Ansatz von der Instruktion zur Konstruktion sehr interessant.

Ich habe viel über „Moodle“ und „Flipped Classroom“ gelernt und weiß nun, worauf es bei einem kooperativen Online-Kurs ankommt bzw. wie man diesen im Groben anlegt. Natürlich fehlt es mir noch an Übung und Erfahrung, um mich in „Moodle“ so richtig zurechtzufinden und alle Lernaktivitäten oder Blöcke zielführend einzusetzen. Mit dem eLearning Seminar wurde mir jedoch ein wenig die Angst genommen, mich damit auch in Zukunft auseinanderzusetzen.

Mein Fazit: “Step by step” und “Learning by doing”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.